Eschwege

4. Eschwege: Leben, Wohnen und Altwerden – Eine architektonische Herausforderung (nicht nur) für Kommunen

Um einen Umzug in ein Pflegeheim zu vermeiden, bedarf es neuer Wohnformen für Menschen mit Pflegebedarf. Deshalb hat sich Eschwege dem Modellprogramm „Neues Wohnen – Beratung und Kooperation für mehr Lebensqualität im Alter” angeschlossen, mit dem Ziel, durch ein neues Wohnkonzept pflegebedürftigen Menschen ein modernes und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Mitten im Zentrum der Altstadt wurde ein marodes Gebäude vollständig saniert und mit architektonischer Höchstleistung zu einem barrierefreien Haus umgebaut, in dem nun insbesondere Menschen mit seelischer Behinderung betreut werden. Im Mittelpunkt des Wohnprojektes steht die integrierte Pflege von hilfsbedürftigen Menschen.

Im Unterschied zur Betreuung in „normalen“ Pflegeheimen wird hier auf die individuellen Stärken und Schwächen der Menschen mit Pflegebedarf sowie auf deren Bedürfnisse eingegangen. Betreuung, Tagesgestaltung und Förderung werden auf jede Person zugeschnitten. Durch diese Form der gezielten Hilfe können die Pflegebedürftigen nicht nur recht selbstbestimmt leben, sondern auch soziale Kontakte knüpfen, was sich günstig auf die Psyche und somit auf das Wohlbefinden der Menschen auswirkt.

Verwirklicht wurde das Projekt durch die Kooperation von drei Trägern: Aufwind – Verein für seelische Gesundheit e. V., die Seniorenheime Eschwege gGmbH und die Gemeindekrankenpflege der Diakonie gGmbH Eschwege Witzenhausen haben das Konzept für das Projekt entwickelt und umgesetzt.